Rechtsextreme Sticker in Graz no.2: 

Der Jounalist Paul Mason zählt beide zu den modernen Mythen des heutigen Faschismus [12].

Quellen siehe Link in der Bio.

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Rechtsextreme Sticker in Graz no.2: 

Das ist eine Neuerzählung einer anderen Verschwörungserzählung - nämlich der vom GREAT REPLACEMENT, die 2015 im Zuge der Flüchtlingskrise sehr stark thematisiert wurde. Damals wurde erzählt, dass in Europa das Volk ausgetauscht werden sollte. Genau solche Über-Verschwörungserzählungen wie GREAT REPLACEMENT und GREAT RESET werden uns vermutlich auch noch in den nächsten Jahren begleiten und sind deshalb besonders besorgniserregend." [9]

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Rechtsextreme Sticker in Graz no.2: 

Ihr Umfeld veranstaltete beispielsweise im Januar 2021 in Graz eine Kundgebung unter dem Slogan "Für die Freiheit der Völker, stoppt den Great Reset" [11].

Ein Political Data Scientist wird zu dem Thema so zitiert: "Das GREAT RESET-Narrativ meint, dass es eine vermeintliche Verschwörung durch das Weltwirtschaftsforum von Klaus Schwab gäbe. Der daran arbeiten würde weltweit die Wirtschaft zu ruinieren und neu aufzubauen. ...

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Rechtsextreme Sticker in Graz no.2: 

In Österreich wurde der "Große Austausch" intensiv durch die Identitären verbreitet. H.C. Strache hat den Mythos ebenfalls 2019 im Europawahlkampf benutzt [2],[7].
In der COVID-19-Pandemie ab 2020 verknüpften die IB und andere Akteure, den Austauschmythos früh mit den Verschwörungsmythen eines “Great Reset” und einer „Neuen Weltordnung“ (NWO), die in dieser Zeit Aufschwung hatten [2],[14].

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Rechtsextreme Sticker in Graz no.2: 

In den USA wird, laut aktuellen Zahlen, erstmals ca. 2045 weniger als 50% der Bevölkerung aus Menschen bestehen, die zu den "Weißen" gezählt werden [10]. Diese schon immer existenten Veränderungen und das Jahr 2045, werden gezielt von rechter Seite genutzt, um den Untergang der "Weißen" in den USA oder auf der ganzen Welt heraufzubeschwören.

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Rechtsextreme Sticker in Graz no.2: 

Eine andere Umfrage zeigt das 67 % der Republikaner:innen folgende Aussage zustimmen: "the country’s demographic changes are being orchestrated by liberal leaders actively trying to leverage political power by replacing more conservative white voters" [8].

Der Verschwörungsmythos des "Bevölkerungsaustausch" wird mutmaßlich genährt durch demographische Veränderungen und die Ausweitung der Rechte von Minderheiten in den entsprechenden Ländern.

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Rechtsextreme Sticker in Graz no.2: 

Eine Studie zu den Menschen die das Kapitol in Washington gestürmt haben, hat gezeigt, dass sie besonders aus Counties kamen, in denen der Anteil der "weißen" Bevölkerung rückläufig ist [5].
In der selben Studie geben 63 % der Befragten, laut eigenen Angaben an, dass sie an eine Form der "Great Replacement Theory" wie sie im Englischen heißt glauben [6]. Laut einer aktuellen Umfrage glaubt jeder dritte Erwachsene in den USA daran [4].

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Rechtsextreme Sticker in Graz no.2: 

Anschläge wie die in Charlottesville, Pittsburgh oder El Paso in den USA, Oslo/Utøya in Norwegen, Christchurch in Neuseeland, Halle oder Hanau in Deutschland und erst kürzlich der in Buffalo wieder in den USA, sind alle durch den selben Mythos motiviert und bilden dabei nur die mörderische Spitze des Eisbergs [2].

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Rechtsextreme Sticker in Graz no.2: 

Zur Geschichte des Begriffs sagt Wikipedia:
"Der französische Autor Renaud Camus machte sie 2011 mit seinem Werk Le grand remplacement bekannt. Die Identitäre Bewegung übernahm und verbreitete sie in Europa und in Nordamerika. Medien der Alt-Right und Fox News verbreiteten sie im ganzen englischsprachigen Raum. Etwa seit dem Jahr 2000 rechtfertigen Rechtsterroristen ihre Mordanschläge häufig mit dieser Vorstellung." [2]

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Rechtsextreme Sticker in Graz no.2: 

Dieser Mythos richtet sich besonders auch gegen Menschen die als muslimisch wahrgenommen werden. Auch wenn der Begriff des "Großen Austauschs" relativ jung ist, die damit verbundenen/gemeinten Ideen gehen auf den Kolonialismus und Rassismus der letzten Jahrhunderte sowie den Faschismus des 20. Jahrhunderts zurück [2],[7].

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Rechtsextreme Sticker in Graz no.2: 

Die Erzählung, die "Fremden" kommen und wollen uns was böses, ist ja nicht neu. Diese spezielle Ausführung, die eigentlich auch nicht neu ist, siehe Nazi-Mythos des "Volkstodes", ist Folgende: Angeblich wird die "weiße" (Merheits-)Bevölkerung von Ländern wie Frankreich, USA, Deutschland, Österreich etc. von ihren eigenen Regierungen, oder "bösen" Strippenzieher:innen im Hintergrund, durch nichtweiße Einwanderer:innen ersetzt.

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Rechtsextreme Sticker in Graz no.2: 

Sie geben sich intellektuell und suchen (und finden) so Verbindungen ins konservative Lager. Der deutsche Verfassungsschutz bezeichnet sie als "Intellektualisierung des Rechtsextremismus". Beispiele für Vertreter:innen der Neuen Rechten sind der Antisemit Götz Kubitschek, die Identitären, das Compact Magazin sowie der in Graz beheimatete Leopold Stocker Verlag [3].)

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Rechtsextreme Sticker in Graz no.2: 

Der sogenannte "Bevölkerungsaustausch" (auch "Großer Austausch") den es laut den Rechtsextremen zu "stoppen" gilt, ist ein rassistischer und antisemitischer Verschwörungsmythos aus dem Spektrum der "Neuen Rechten". [2]

(Anmerkung: Falls nicht bekannt, das Spektrum der "Neuen Rechten" ist ein lose rechtsextreme Strömung, die sich von der dem Nationalsozialismus verhafteten "alten Rechten" abgrenzt. ...

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Rechtsextreme Sticker in Graz no.2: 

Zusätzlich gibt es Social Media Kanäle und über Telegram werden unter anderem Berichte über Aufmärsche und Aktionen der Gruppe veröffentlicht. Außerdem wird darüber z.B. zu "Patrioten-Stammtischen" (siehe Post zu "Gasthof Gehringer") mobilisiert.

Bild 1 & 2 sind im Juni in Graz entstanden und zeigen Sticker des "Heimatkuriers". Passend zur Message haben die Neofaschist:innen Werbung für einen Korea Shop und Antifa Sticker überklebt.
Bild 3 ist aus Wien.

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Rechtsextreme Sticker in Graz no.2: 

"Heimatkurier"

"Heimatkurier" ist einer der zahlreichen Tarnnamen der neofaschistischen Gruppe Identitäre Bewegung (IB) in Österreich. Im speziellen bezeichnet es ein Medienprojekt der Gruppe [1]. Auf der gleichnamigen Website werden dem Weltbild entsprechende Medienberichte/Kommentare etc. veröffentlicht.

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Falls das stimmt, wird definitiv spannend wie es weitergeht. Zum Beispiel welches Gasthaus als nächstes für rechtsextreme Stammtische ausgewählt wird und welche Verbindungen es dort in solche Milieus gibt. Und wie lange es dauern wird bis auch dort die Wände bemalt werden.

Quellen siehe Link in der Bio.

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Laut der "Initiative für ein Unverwechselbares Graz" wurde das Haus jetzt aber an einen Bauträger verkauft und soll abgerissen werden. Andere Informationen dazu konnte ich nicht finden und auch auf der Facebook-Seite oder Website des Gasthofs steht bisher nichts dazu.

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Die Gastronomin hat auch weitere Kontakte in rechte Milieus z.B. zur FPÖ. Die Freiheitliche Partei organisiert im Gasthof anscheinend auch immer wieder Veranstaltungen. Auf der Facebook-Seite des Gasthofs wurde das Anfang Juni auch sehr offen kommuniziert: "... ein herzliches Danke an die Organisatoren des Disco-Fox-Abends der FPÖ. Es war wieder einmal ein wirklich gelungener Abend ..."

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Die Chefin hat sich 2016 auf Facebook auch sehr wohlwollend über deren Aktion auf dem Dach der Grünen Parteizentrale in Graz geäußert. Dabei hatten sich vier der Rechtsextremen auf das Dach gesetzt, ein Transparent mit der Aufschrift „Islamisierung tötet“ aufgehängt und dieses mit Kunstblut übergossen.

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Der Gasthof war und ist mutmaßlich Stammlokal des Grazer Ablegers der rechtsextremen Identitären. Inzwischen agieren diese unter Tarnnamen wie "Heimatkurier" etc. In einem Telegramchannel mit dem Namen wurde auch ihr Patriot:innentreffen gestern beworben.

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